Ich bin stärker als die Worte, die andere sagen undgrößer als die Schublade, in die sie mich stecken wollen.
David Levithan
Hochsensibilität
Was bedeutet es eigentlich, hochsensibel zu sein, bzw. ein Kind mit dieser Eigenschaft zu seiner Familie dazu zu zählen?
Menschen mit einer hohen Sensibilität nehmen ihr Umfeld intensiver wahr. Man geht davon aus, dass ungefähr 15% -20% mit dieser angeborenen Besonderheit ausgestattet sind.
Für Eltern, Familienangehörige, Freunde und natürlich die HS Personen selber ist es hilfreich, sich mit dieser Veranlagung auszukennen, da es sonst zu Missverständnissen , Überforderungen, Reizüberflutungen und natürlich auf lange Sicht hin, auch massiven Störungen kommen kann. Diesbezüglich kommt es leider auch häufig zur Verwechslung mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) oder mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS).
Natürlich sind nicht alle Menschen mit einer Hochsensibilität gleich, sondern unterscheiden sich in ihrem Temperament, in ihrer Wahrnehmung und ihrer Persönlichkeit. Natürlich spielen auch das Umfeld, die Erlebnisse und Erfahrungen eine große Rolle.
Zudem möchte ich noch darauf hinweisen, dass es sich nicht um eine Störung handelt, ebenfalls sollte die Bezeichnung Übersensibilität vermieden werden.
Man kann und sollte eine Hochsensibilität nicht korrigieren, sondern lernen, damit umzugehen.
Mögliche Stärken, die bei Hochsensibilität auftreten können :
- Großes Mitgefühl
- Gewissenhaft
- Umsichtig
- Hohe Intelligenz
- Intuitiv
- Energiereich
- Sehr kreativ
- Vorrausschauend
Mögliche Schwächen bzw. Gefahren einer Hochsensibilität:
- Reizüberflutung
- Überforderung
- Niedrige Belastbarkeit
- Unflexibilität
Hypersensibilität vs. Hochsensibilität – gibt es einen Unterschied?
Vielleicht sind Ihnen beide Begriffe schon begegnet und Sie fragen sich, ob sie dasselbe bedeuten.
- Oft wird „Hypersensibilität“ einfach als anderes Wort für Hochsensibilität verwendet. Gemeint ist damit, dass ein Mensch besonders feinfühlig ist – Reize intensiver wahrnimmt, Stimmungen schneller spürt und vieles tiefer empfindet.
- Der Begriff Hochsensibilität beschreibt dabei eher eine besondere Veranlagung. Es geht nicht um etwas Krankhaftes oder „zu viel“, sondern um eine feine, oft sehr bewusste Art, die Welt wahrzunehmen.
„Hypersensibilität“ wirkt auf viele Menschen etwas schwerer oder negativer, obwohl es im Kern um das Gleiche geht. Deshalb fühlen sich viele mit dem Begriff Hochsensibilität wohler – weil er das beschreibt, was es eigentlich ist: eine Stärke, die manchmal auch herausfordernd sein kann.
Wenn Sie sich darin wiedererkennen, dürfen Sie wissen: Sie sind genau richtig, so wie Sie sind. Und es darf leichter werden, Ihren ganz eigenen, guten Umgang damit zu finden.
